Traum und Wirklichkeit - Träume als Boten der Seele

Traum und Wirklichkeit - Träume als Boten der Seele
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Ein Traum ist eine psychische Aktivität während des Schlafes und wird als besondere Form des Erlebens im Schlaf charakterisiert, das häufig von lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Gefühlen verbunden ist, woran sich der Betroffene nach dem Erwachen meist nur teilweise erinnern kann.

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Stickgold (2001) beschreibt Träume als „bizarre oder halluzinatorische mentale Aktivität die während eines Kontinuums an Schlaf- und Wachstadien einsetzt“. Krippner et al. (1994) beschreiben den Traum als eine Serie von Bildern, die während des Schlafes auftritt und oft verbal berichtet wird“. Der Neuropsychologe Hobson beschreibt den Traum als ''a form of madness“ (1998). Die Interpretation des Erlebten findet in der „Oneirologie“ (Traumdeutung) statt. Fantasievorstellungen und Imaginationen, die im wachen Bewusstseinszustand erlebt werden, werden als Tagtraum bezeichnet.

Träume offenbaren uns unser Unterbewusstsein. In ihnen verarbeiten wir unsere Gefühle, Ängste, Stress, Sorgen aber natürlich auch positive Erlebnisse und Empfindungen. Nacht für Nacht taucht der menschliche Geist in eine verborgene Welt hinab, aus der er mit einer Vielzahl bunter Bilder zurückkehrt. Träume, die beglücken und verwirren, die ermutigen und nachdenklich stimmen, rätselhafte Träume der Lust und der Furcht, der Stärke und der Schwäche sind Tag für Tag die Begleiter vieler Millionen Menschen auf der Welt.

Doch die Bedeutung solcher Träume bleibt oft im Dunkeln. Oder aber die Entschlüsselung der Traumsymbole scheint so kompliziert, da sie offenbar nur mit entsprechender therapeutischer Unterstützung bewältigt werden können.

Die Geschichte der Traumdeutung

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Traumdeutung hat eine lange Tradition. In der Antike waren die in Babylonien ansässigen Chaldäer für ihre diesbezügliche Kunst berühmt. Im babylonischen Gilgamesch-Epos deutet der Held Träume, um Einblick in die Pläne der Götter zu erlangen. Bei den Ägyptern und Griechen wiederum glaubte man, dass Träume dem Menschen den Willen der Götter selbst mitteilten. Traumdeutung war somit lange Zeit nicht nur Wissenschaft, sondern vor allem ein Metier der Priester. Für Platon (427-347 v.Chr.) war es dann die Seele, die im Traum Visionen gibt – dabei trennte er bereits göttliche Offenbarung von im Schlaf ungestraft ausgelebten Begierden. Aristoteles (384-322 v.Chr.) löste den Traum schließlich gänzlich aus der göttlichen Sphäre und sah in ihm einen Spiegel der Seele. Zuvor hatte der berühmte griechische Arzt Hippokrates (460-370 v.Chr) bereits das Wesen des Traums mit der Gesundheit des Träumenden verknüpft. Somit waren früh die Voraussetzungen für eine Traumdeutung im Sinne der Tiefenpsychologie gegeben.

Die Traummotive hatten in den verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Die Theorie über den Ursprung und den Sinn der Träume wandelte sich in den Epochen der Geschichte in zwei grobe Richtungen: die theologische, die Träume als Botschaften der Götter ansah und die wissenschaftliche, die Träume als Sinnesreaktion ansah. Buddhisten sahen in den Träumen den wahren Charakter des Menschen, weil nach ihrer Auffassung die körperliche Wahrnehmung im wachen Zustand nie frei von Hemmungen sei.

Traumforschung

Prinzipiell muss bei der Frage nach der Funktion des Traums unterschieden werden, welche Funktion der REM-Schlaf hat und welche Funktion der REM-Traum im REM-Schlaf. Neuere Studien festigen die Hypothese, dass im REM-Schlaf eine Verfestigung des Gedächtnisses stattfindet. Ein Zusammenhang mit dem REM-Traum kann auf Basis einer Einzelstudie zwar hergestellt, eine Korrelation kann jedoch nicht belastbar belegt werden. Die methodische Hürde, dass ein Traum nur abhängig vom Wachzustand untersucht werden kann, stellt (derzeit) eine unüberwindbare Schwierigkeit bei der Traumforschung dar.

In etwa 4 bis 5 Traumphasen träumen wir täglich ca. 1,5 Stunden. Die ersten Phasen dauern 5, die letzten bis zu 20 Minuten. In jeder Phase träumen wir einen neuen Traum, in der letzten Phase wacht man meistens auf. Träume können sich auch verschieden darstellen. Besonders Frauen träumen häufig in Bunt. Emotionslose Menschen träumen Schwarz-Weiß.

Träume sind für unsere Gesundheit äußerst wichtig. Würde man einen Menschen am Träume hindern, so würde er verrückt werden. Auch stärkt das Träumen unser Immunsystem. Träume beschäftigen seit je her die Menschheit.

Träume verstehen

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Zahlreiche Veröffentlichungen beschäftigen sich mit dem Thema Traumdeutung und geben Beispiele, welche Bedeutung das geträumte hat. Bei der Beurteilung der Träume kommt es immer auf den speziellen Einzelfall an. Einem geträumten Bild oder einer Wahrnehmung eine Erklärung zuzuordnen ist nicht so einfach. Der Gesamtzusammenhang muss unbedingt beachtet werden. Durch eine professionelle Traumdeutung allerdings können vorhandene Probleme häufig erkannt und gelöst werden.

Oft werden geträumte Inhalte von Laien auch einfach falsch gedeutet. Auch Alpträume können beispielsweise positive Aspekte beinhalten, weil sie etwas komplett Gegensätzliches bedeuten. Menschen, die schon einmal davon geträumt haben, dass jemand aus der Verwandtschaft oder aus dem Freundeskreis gestorben ist, brauchen sich also nicht zu fürchten. Der Tod kann im Traum die Darstellung von alten Ansichten symbolisieren, welche abgelegt werden sollen, um Platz für etwas Neues zu schaffen.

Meistens haben Geschehnisse, die man in seinen Träumen verarbeitet, eine bestimmte Bedeutung, die man mit der Traumdeutung analysieren kann. Die richtige Einordnung und Beurteilung des geträumten erfordert aber eben auch Fähigkeiten auf diesem Gebiet. Es muss eine ganzheitliche Betrachtung der geträumten Inhalte und des Menschen erfolgen. Diese komplexe Aufgabe erfordert eben auch Erfahrung, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen. Man spricht deshalb auch von einer Traumanalyse.

Klientenzentrierte Psychotherapie

Die Klientenzentrierte Psychotherapie orientiert sich am manifesten Trauminhalt. Bei der Interpretation werden Traumstimmung, -wahrnehmung und -handlung aufgegriffen und als Möglichkeit zur Selbstaktualisierung eingesetzt. Als Selbstaktualisierung wird die innere Kraft zum Wachstum und zur Selbstverwirklichung verstanden.

Der Begründer des Focusing, Eugene T. Gendlin, sieht in der Traumarbeit einen Zugang zu bewusstseinsfernen Persönlichkeitsanteilen. Gedeutet werden körperliche Reaktionen, wenn der Träumer im Wachzustand ein weiteres mal in die Traumbilder eintaucht. Die Befragung über die körperliche Resonanz, dem sogenannten Felt Sense, ermöglicht dabei neue Bedeutungsaspekte. Der Träumer kann auch die Rolle von Teilen seines Traums einnehmen, ähnlich wie bei der Traumarbeit in der Gestalttherapie.

Hier Einige Analyse der Traumsymbole

Wald Assoziation: - das Reich des Unbewußten,- Naturkräfte. Fragestellung: - Welchen Teil meiner inneren Wesensart bin ich zu erkunden bereit?

Allgemein: Ein Traum vom Wald oder von einer Baumgruppe bedeutet in der Regel, daß der Träumende das Reich des Weiblichen betritt. Der Wald ist oft Ort der Prüfung und Initiation. Er konfrontiert den Träumenden mit seinem emotionalen Selbst, lehrt ihn, die Geheimnisse seines wahren Wesens und seine spirituelle Welt zu verstehen. Wald taucht oft auf, wenn man die Orientierung im Leben verloren hat, das Wesentliche nicht mehr wahrnimmt,- das fordert auf, ernsthaft nach dem Sinn des eigenen Lebens zu forschen, um wieder eine Richtung zu finden. Der grüne Wald soll Glück und Erfolg, der kahle Unglück und Sorgen ankündigen. Der Waldrand zeigt an, daß man aus einer mißlichen Situation wieder herausfindet, zuweilen weist er auch auf eine bevorstehende Trennung hin.

Spirituell: Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Wald die Psyche und das Weibliche.

Himmel Assoziation: - Glückseligkeit,- Transzendenz,- grenzenlose Freiheit. Fragestellung: - Wo in meinem Leben fühle ich mich gesegnet? Wo in meinem Leben komme ich ohne Grenzen aus?

Spirituell: Auf der spirituellen Ebene ist der Himmel im Traum ein Symbol für Unendlichkeit und Ordnung. Er ist der Sitz himmlischer, den Menschen überlegener Wesenheiten, Manifestationen der Transzendenz und Symbol der geheiligten Ordnung des Universums.

Licht Assoziation: - Erleuchtung,- Vision. Fragestellung: - Was bin ich zu sehen bereit?

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Allgemein: Licht symbolisiert Bewusstsein, Wahrnehmung, Erkenntnis, Verstehen, Vertrauen und Zuversicht,- worauf sich das bezieht, ergibt sich aus der konkreten Lebenssituation. Das Ursymbol spendet Hoffnung, zeigt einen Neuanfang auf ('das Licht der Welt erblicken'),- wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, weder über unsere Gesundheit noch über unser Wohlergehen. Geht das Licht im Traum gerade an, können wir im Wachleben tiefe Erkenntnisse schöpfen,- brennt es in der Ferne, werden neue, aber erfüllbare Wünsche wach. Verlischt es jedoch plötzlich und lässt uns in der Dunkelheit zurück, könnten wir psychisch geschockt sein oder haben zumindest mit schlechten Neuigkeiten zu rechnen. Auch zuviel Licht, das den Träumer blendet, ist negativ zu bewerten, was weitere Symbole bestätigen sollten. Das 'Licht am Ende des Tunnels' verweist beispielsweise darauf, dass der Träumende ein schwieriges Vorhaben bald erfolgreich abschließen kann. Das Licht ist die geistige Energie, die freigelegt wird - man sieht alles licht und klar. 'Ihm ging ein Licht auf' symbolisiert plötzliche Einfälle, die zur Problemlösung führen.

Spirituell: Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein helles Licht im Traum die Manifestation des Göttlichen und der Wahrheit beziehungsweise des 'direkten Wissens'. Häufig hat dieses Wissen keine Gestalt und erscheint daher als Energie, die der Geist im Traum als Licht darstellt.



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