Tai Chi und Fibromyalgie

Tai Chi und Fibromyalgie
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Die sanfte chinesische Kampfkunst Tai Chi kann die Symptome der Fibromyalgie, einer bisher unheilbaren, schmerzhaften Erkrankung, weitaus wirksamer lindern als reine Dehnübungen, heißt es in einer Studie von Forschern der Tufts-Universität, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde.

Tai Chi

»Zusätzlich zu einer Linderung der Schmerzen berichteten Patienten aus der Tai-Chi-Gruppe auch über Verbesserungen der Stimmung, der Lebensqualität, des Schlafes, des Selbstvertrauens und der Übungsbelastbarkeit«, schrieb ein Forschungsteam des Medizinischen Zentrums Beth Israel Diaconess (BIDMC) in einem Begleitkommentar.


»Die potenzielle Wirksamkeit und das Fehlen schädlicher Nebenwirkungen machen es zu einer vernünftigen ärztlichen Maßnahme, das Interesse der Patienten an dieser Art von Übungen zu unterstützen, auch wenn es jetzt noch zu früh ist, den Rezeptblock zu zücken und ›Tai Chi‹ zu verschreiben.«

Fibromyalgie ist ein schwer zu bestimmender Krankheitszustand, bei dem Symptome wie schwere Schmerzen, Erschöpfungszustände, Steifheit und Schlafstörungen auftreten. Einige Forscher glauben, dass sie durch eine zu niedrige Schmerzschwelle hervorgerufen wird. Da die Schulmedizin bisher keine wirklich wirksame Heilmethode der Fibromyalgie entwickeln konnte, wenden sich viele Patienten Alternativ-Heilmethoden wie Tai Chi oder Akupunktur zu.

Die Forscher forderten 33 erwachsene Patienten mit Fibromyalgie auf, sich einer der beiden folgenden Gruppen anzuschließen: Die eine wurde zweimal in der Woche jeweils 60 Minuten lang von einem beglaubigten Tai-Chi-Meister unterwiesen und sollte die Übungen jeden Tag 20 Minuten lang durchführen. Die andere Gruppe nahm an Vorträgen über Gesundheitsfragen und an Dehnübungen teil.

Die Teilnehmer der Tai-Chi-Gruppe berichteten von deutlich mehr Verbesserungen im Zusammenhang mit ihren Fibromyalgie-Symptomen; auf einer Skala von 0–100 stuften sie ihre Verbesserungen mit 28 Punkten ein, während die Gruppe mit den Dehnübungen nur eine Verbesserung von 9 Punkten berichtete.

Tai Chi wurde zunächst als Kampfkunst eingeführt, wird aber auch als Mediationsübung praktiziert (»innere Kampfkunst«). »Im Rahmen von Tai Chi vollführt man eine Reihe langsamer, graziöser Bewegungen, die alltäglichen Bewegungen nachempfunden sind«, schreibt Debra Fulghum Bruce in ihrem Buch The Sinus Cure. »Die unterschiedlichen Bewegungen bringen einen dazu, sich in sorgfältiger koordinierter Weise nach vorne, nach hinten und nach beiden Seiten zu bewegen – in fließenden harmonischen Bewegungen, als ob der Körper eine kontinuierliche Bewegung vollzieht.«

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