Cannabis: Eine Pflanze gegen Prostatakrebs

Cannabis: Eine Pflanze gegen Prostatakrebs  
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Hanf ist ein schwieriges Kapitel, auch auf medizinischem Sektor. Das deutsche Betäubungsmittelgesetz lässt  die pharmazeutische Verwendung von Cannabis nur in engen Grenzen zu.  Doch neue Erkenntnisse zeigen das Rauschmittel besitzt Eigenschaften,  um Prostatakrebs zu besiegen.

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Bekanntlich hat jedes Ding zwei Seiten, es kommt nur  darauf an, wie man es betrachtet und wie man damit umgeht. Ein Messer  kann morden, auch in der Hand des Chirurgen. Doch richtig angewendet,  kann es uns eben auch helfen.

Drogen führen unzählige Menschen in  tragische Abhängigkeit und töten viele Millionen Menschen. Dies gilt nicht zuletzt  auch für viele Medikamente, wie sie uns legal verkauft werden. Drogen lindern bekanntlich aber auch Schmerzen und können helfen, wenn  sie ordentlich angewendet werden. Viele Menschen könnten ihre  Wundschmerzen ohne Morphine nicht ertragen. Dennoch werden in  Deutschland derartige Analgetika auch bei Tumorpatienten nur relativ  zurückhaltend verabreicht.

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Eine Gruppe von Wissenschaftlern berichtete, eine  interessante Entdeckung mit Cannabis gemacht zu haben. Denn in der  Hanfpflanze enthaltene Chemikalien besitzen die Eigenschaft, das Wachstum von Prostatakrebs zu stoppen, zumindest im Laborversuch. Ines  Diaz-Laviada und ihre Kollegen von der Alcala-Universität  Madrid führten verschiedene, viel versprechende Tests durch, darunter auch mit menschlichen Krebszell-Linien. Dabei zeigte sich eine deutliche  Reduzierung des Tumorwachstums. In der Fachzeitschrift British Journal of Cancer betonen die Wissenschaftler das zunehmende allgemeine Interesse an  einer medizinischen Verwendung aktiver Chemikalien, die als Cannabinoide  bekannt sind und in Marijuana gefunden werden. Diese Stoffe blockieren  offensichtlich einen Rezeptor an der Oberfläche der Krebszellen und  hindern sie auf diese Weise daran, sich weiter zu teilen und zu wachsen.

Krebsforscherin Lesley Walker spricht von interessanten Forschungen,  die sich aber noch in einem sehr frühen Stadium befänden. Und sie  ergänzt: »Es ist absolut nicht der Fall, dass Männer einen Prostatakrebs  bekämpfen können, indem sie nur Cannabis rauchen.« Zumindest würde das der  Pharmaindustrie ziemlich zuwiderlaufen, wäre aber auch unabhängig davon  kaum wünschenswert. Immerhin zeigen aber die ersten Ergebnisse mit zwei  verschiedenen Cannabinoiden, dass das bösartige Wachstum gestoppt werden  kann.

Einige Firmen, darunter auch die britische Firma GW Pharmaceuticals, die auf Cannabis spezialisiert ist, arbeiten bereits an weitergehenden Projekten. GW kooperiert mit dem japanischen Otsuka-Konzern,  um Cannabis-Extrakte nicht nur für die Behandlung von  Prostata-Karzinomen zu entwickeln, sondern auch Brust- und Gehirntumore  zu therapieren. GW will zusammen mit Bayer und Almirall in  Europa auch ein Cannabis-Produkt zur Linderung von Symptomen der  Multiplen Sklerose auf den Markt bringen: Sativex. Dieses Präparat wird  als Zungenspray angewendet.

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Hier schlummern sehr lukrative Geschäfte für die große  Chemieindustrie. Und sicher wird dies über kurz oder lang einige  gesetzliche Änderungen mit sich bringen. Allerdings gab es auf dem  Sektor auch Rückschläge. Sanofi-Aventis musste sein Medikament  Acomplia (Rimonabant), ein Mittel zum Abnehmen, wieder aus dem Verkehr  ziehen, da mit seiner Einnahme mentale Störungen auftreten konnten.

Warum Hanf verboten wurde denke ich weiß jeder, es ist nicht nur günstig für die Medizin, es ist auch vielseitig einsetzbar, in der Industrie. Doch hier entscheidet wie immer das Kapital, denn Hanf ist eine günstige Pflanze die jeder anbauen kann. Denn Cannabis kann zur Schmerzlinderung bei Multipler Sklerose  herangezogen werden kann, weiß man schon länger. Doch ein Fanatischer Hanfjunkie sollte man nun nicht werden, sondern bedacht Cannabies als Zusatztherapie nutzen. Denn alle Kräuter und Gewürze sollten bedacht angewandt werden, sonst endet es in einer Pharmaeuphorie wie eins Kawa Kawa.


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