Bitter-Schokolade: Die wohltätige Heilwirkung des Kakaos

Bitter-Schokolade: Die wohltätige Heilwirkung des Kakaos
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Bitterschokolade ist Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil. Andere Bezeichnungen sind Herren-, Edelbitter-, Zartbitter-, dunkle oder schwarze Schokolade.

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Ihren Namen verdankt sie dem hohen Anteil an Kakao, denn dieser sorgt dafür das die Schokolade leicht bitter schmeckt und nicht so süß cremig ist wie übliche Milchschokolade. In Ländern wie zum Beispiel Österreich gilt die Bitterschokolade auch als Kochschokolade und wird in den meisten Fällen zum verzieren von Kuchen und Gebäck verwendet.

Historische Hintergünde

Bereits die Olmeken, denen wir die erste Hochkultur Mittelamerikas verdanken, kannten und nutzten etwa 1000 v.Chr. die Kakaobohne (Kakaobaum Theobroma cacao). Die Azteken und die Maya glaubten, der Kakaobaum käme aus dem Paradies. Sie hielten die Kakaobohne für die Speise der Götter. Schokolade stand für Wohlbefinden, Leidenschaft, Energie und Kraft. Im 16. Jahrhundert wurde die wohltuende und anregende Wirkung von Trinkschokolade in Europa sehr geschätzt. Schokolade wurde deshalb noch bis ins 19. Jahrhundert in deutschen Apotheken zur allgemeinen Stärkung verkauft.

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Medizinische Heilkunst der Bitterschokolade

Schokolade ist dann gesund, wenn es sich um Zuckerarme, dunkle Schokoladen handelt. Gerade die dunkle Schokolade enthält aufgrund ihres hohen Kakaoanteils viele Polyphenole, Flavonole, reichlich Magnesium, Eisen, Flor und Calcium.

Es ist sogar nachgewiesen, dass der Konsum von Bitterschokolade die Funktion der Blutgefäße verbessern und so das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten minimieren kann. Als verantwortlich für diese gesunde Wirkung gelten die so genannten Flavonoide, die besonders reich in kakaohaltigen Sorten enthalten sind. Diese natürlichen Antioxidantien helfen dem Körper, schädliche freie Radikale abzufangen.

Flavonoide wirken antioxidativ und spielen deshalb im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen die größte Rolle als Schutzfaktoren. Allerdings ist nur die hochprozentige Schokolade (80% Kakaoanteil) besonders reich an Flavonoiden. Sie unterscheidet sich von der Milchschokolade (30 %) dadurch, dass sie ziemlich bitter ist und man sie oft nur in Spezialgeschäften erhalten kann. Die herzschützenden Flavonoide kann man auch mit weniger Kalorien zu sich nehmen, nämlich in der Mittelmeerküche. Besonders viel Flavonoide enthalten z. B. Zwiebeln, Brokkoli, grüne Bohnen, Äpfel, Sauerkirschen, Aprikosen, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Grünkohl, Traubensaft, Orangen und Sellerie.

Regelmäßiger Verzehr von Bitterschokolade kann auch den Blutdruck senken. Eine weitere interessante Eigenschaft von Bitterschokolade wurde bei Untersuchungen an Schwangeren festgestellt. So soll der Genuss der dunklen Schokoladensorten während der Schwangerschaft das Risiko einer Erkrankung an Präeklampsie mindern.

Studienergebnissen 

Um die Wirkungen des Kakaos besser zu erkennen, machten Hollenberg und sein Team eine Studie an 27 Personen. Fünf Tage lang nahmen sie fast einen Liter eines Kakaogetränks zu sich, das besonders viel Flavonoide, d. h. sekundäre Pflanzenstoffe, enthielt. Nach fünf Tagen zeigte sich, dass sich die Blutgefäße besser erweiterten, was nach Einschätzung der Wissenschaftler für eine verbesserte Funktion der die Gefäße auskleidenden Zellschicht Endothel spricht. Ein ähnliches Ergebnis brachte der Europäischen Herzkongress in München eine vorgestellte Studie der Medizinischen Hochschule Athen, bei der 17 gesunde junge Testpersonen täglich 100 g Bitterschokolade aßen.

Eine weitere Studie der Universität Kopenhagen ergab, dass Bitterschokolade den Hunger auf Süßes oder Fettiges weitaus effektiver stillt als Milchschokolade und sich deshalb nicht ganz so stark auf den Hüften niederschlägt. Bitterschokolade hat einen niedrigen glykämischen Index und hält das Dickmacher Hormon Insulin tief.

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Empfehlenswert ist es Bitterschokolade in maßen zu konsumieren, mehr als 100g sollten daher nicht überschritten werden. Die Bitterschokolade sollte immer mindestens 70% Kakaoanteil enthalten und immer ein Bio-Produkt sein.

Die Inhaltsstoffe der Bitterschokolade 

Wird die Schokolade jedoch massenhaft Zucker und Pflanzenfett beigemischt, sinkt der natürliche Gesundheitswert von Schokolade rapide. Die guten Inhaltsstoffe und angenehmen Effekte der Mineralstoffe und Eiweiße geraten bei dieser industriell gefertigten Schokolade weit ins Hintertreffen. Dabei kann eine wohl dosierte Ernährung mit hochwertiger Schokolade bekanntlich die Wahrnehmung steigern, die Stimmung heben und das Herz-Kreislauf- System stärken.

Bitterschokolade besteht zu mindestens 70 % aus Kakaomasse, und muss nach dem Lebensmittelrecht mindestens 18 % Kakaobutter und mindestens 14 % fettfreie Kakaotrockenmasse enthalten. Der Kakaogehalt bezieht sich auf die Addition von Kakaobutter- und Kakaotrockenmassen-Anteilen, und es gibt daher auch Produkte aus reiner Kakaomasse als Bitterschokolade auf dem Markt. Aufgrund des fehlenden oder geringen Milchgehaltes sind die meisten Bitterschokoladen ganz oder nahezu laktosefrei und daher für diese Menschen Gruppe eine Alternative zur Milchschokolade.

Je höher der Kakaoanteil der Bitterschokolade, desto intensiver ihr Geschmack und desto mehr der wertvollen Biostoffe liefert die dunkle Köstlichkeit. Menschen die gerne Milch-Kaffee trinken und Kakao hinzugeben wünschen ist zu empfehlen eine Bio-Zartbitterschokolade zu erwerben mit einen Kakaoanteil von mindestens 90%, der Geschmack ist sehr schön.

Gesundheitsrisiken Cadmium

Nach einer Untersuchung der Zeitschrift Ökotest können bestimmte Bitterschokoladen einen erhöhten Cadmiumgehalt haben, was zu einer Schädigung der Knochen oder des Nervensystems und möglicherweise zu Krebserkrankungen führen kann. Die Kakaopflanzen nehmen das giftige Schwermetall über die Wurzeln aus dem Boden auf und reichern es an. Kakaofrüchte aus Lateinamerika enthalten wesentlich mehr Cadmium als identische Kakaosorten aus Afrika.

Hauptsächlich wird Cadmium vom Menschen durch die Nahrung aufgenommen. Zu den cadmiumreichen Nahrungsmitteln zählen: Leber, Pilze, Muscheln und andere Schalentiere, Kakaopulver und getrockneter Seetang. Darüber hinaus enthalten Leinsamen viel Cadmium. Aus diesem Grunde wird empfohlen, täglich nicht mehr als 20 g Leinsamen zu sich zu nehmen. Zudem kommt es seit der Einführung von Kunstdüngern zu einer Anreicherung von Cadmium auf landwirtschaftlichen Flächen und somit in nahezu allen Lebensmitteln. Die Ressourcen von Phosphaten sind begrenzt, und die meisten Vorkommen sind belastet mit Cadmium oder radioaktiven Schwermetallen. Der Cadmiumgehalt der Phosphatlagerstätten ist sehr unterschiedlich. Viele Industrieländer haben bereits einen Grenzwert für Cadmium in Düngemitteln eingeführt. In Österreich ist die Cadmiumkonzentration auf 75 mg/kg P2O5 begrenzt. Auch Tabakrauch transportiert relativ große Cadmiummengen in die Lungen, von wo aus es sich mit dem Blut im Körper verteilt.

Besonders Personen, die in Fabriken mit hohem Cadmiumausstoß arbeiten, sind erhöhten Gefahren ausgesetzt. Aber auch von wilden Müllplätzen und Metallwerken gehen Gefahren aus. Das Einatmen von Cadmium kann die Lungen ernsthaft schädigen und sogar zum Tod führen. Unfälle in der Industrie, wie in der chinesischen Provinz Guangdong und jahrzehntelange Emissionen, wie im Falle der Itai-Itai-Krankheit (bei Menschen) und der Gressenicher Krankheit (bei Weidevieh) machen die realen Gefahren deutlich.

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Gesundheitsrisiken Ochratoxin A

Bei Wissenschaftlichen Untersuchungen fanden sich in allen untersuchten Proben von dunklen Schokoladen Spuren des Schimmelgiftes Ochratoxin A. Daher ist immer zu empfehlen, Bio-Bitterschokolade konsumieren um den Gesundheitlichen Schaden zu begrenzen.

Ochratoxine sind eine Gruppe von Mykotoxinen (Pilzgifte) verschiedener, in der Natur weit verbreiteter Schimmelpilz-Arten (z. B. einiger Aspergillus- und Penicillium-Arten wie A. ochraceus oder P. verrucosum). Ochratoxin A (OTA) ist das häufigste und wichtigste der Ochratoxine.

OTA wird meistens schon während des Pflanzenwachstums gebildet, spätestens jedoch während der Lagerung. Es kommt vor allem in Getreide, Hülsenfrüchten, Kaffee, Bier, Traubensaft, Rosinen und Wein, Kakaoprodukten, Nüssen und Gewürzen vor. Ochratoxin A ist oft mit Citrinin und anderen Mykotoxinen vergesellschaftet. Ochratoxin A verursacht Nierenerkrankungen und wirkt bei Ratten und Mäusen carcinogen. Daher ist zu empfehlen, immer kleine Größen und Bioprodukte zu erwerben, diese Weisheit gilt auch bei Ölen (ein halber Liter wird oft sehr schnell ranzig).

Bitterschokolade übt auf viele eine geradezu magische Anziehungskraft aus, besonders unter den Weiblichen Konsumenten. Wer also bewusst Schokolade genießen will sollte eher zu Halbbitter oder Bitterschokolade greifen.


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