抹茶 Matcha: Ein gesunder Grün-Tee für den täglichen Genuss

抹茶 Matcha: Ein gesunder Grün-Tee für den täglichen Genuss 
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Matcha (jap. 抹茶 „gemahlener Tee“) ist ein zu feinstem Pulver vermahlener Grüntee, der in der chinesischen Teekultur und der traditionellen japanischen Teezeremonie im Schatten geerntet und dann pulverisiert verwendet wird.

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Hergestellt wird Matcha aus beschattet gewachsenen Teeblättern, wodurch sich der hohe Teingehalt erklärt. Nach der Verarbeitung wird der Rohtee auf althergebrachte Art mit Granitmühlen zu dem bekannten zarten Pulver gemahlen.

Dass auf diese Weise nur ca. 40g Tee in einer Stunde gemahlen werden können, ist einer der Gründe, warum guter Matcha seinen Preis hat.

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Historische Hintergünde

Matcha und dessen Herstellungsmethode stammt wesentlich aus China. In der Sung Dynastie in China wurde Matcha entwickelt und im Jahr 1191 hat ein japanischer buddhistischer Mönch Eisai, der in China Zen-Buddhismus studiert hatte, Matcha nach Japan gebracht. Am Anfang war Matcha eine Luxusware. Aber unter dem Einfluss von Zen-Buddhismus wurde Matcha und die Teezeremonie immer beliebeter, so kam die Blütezeit des Matcha und wurde ein kultivierter japanischer Lebensart. Bis zum 13 Jahrhundert hatte sich die Teezeremonie zwischen Samurai Kämpfern als fester Bestandteil ihrer Gepflogenheiten etabliert.

Shu-ko (1423-1502) war der Pioneer von Chano-yu (ursprünglicher Name von Sado). Er war ein Mönch des Buddhismus und als er nach Kyoto kam, fand er, dass es zwischen dem Geist von Chano-yu und Buddhismus viel Gemeinsamkeit gäbe und so hat er den "Chano-yu-Geist" in ursprüngliche Form von Wabi-Cha (Formalismus und Philosophie zur Teezeremonie) sublimiert, indem er den Geist von Chano-yu und Buddhismus verbunden hat.

Unter dem großen japanischen Teemeister Sen no Rikyu entwickelte sich im 16. Jahrhundert die Japanische Teezeremonie. Sen no Rikyu erklärte in seinen Gedichten zum Tee-Weg, wie Matcha richtig zuzubereiten und zu trinken ist.

Matcha für Körper und Geist 

Anders als bei normalen Blättertees, bei denen nur die wasserlöslichen Inhaltsstoffe aufgenommen werden können, werden mit dem Genuss von Matcha das gesamte Teeblatt mit den gesamten Inhaltsstoffen zu 100% aufgenommen. So kann Matcha rund 15 mal mehr Inhaltsstoffe aufweisen als alle anderen herkömmlichen Grüner Tee Sorten. Aus diesem Grund ist Matcha besonders auch für die gesunde Ernährung interessant. Er enthält z.B. die mit Abstand höchste antioxidative Wirkung aller derzeit bekannten natürlichen Lebensmittel. Ferner wirkt der hohe Koffeingehalt in Zusammenspiel mit der Aminosäure L-Theanin einerseits für eine Frische und geistige Wachheit, putscht aber andererseits nicht auf sondern bringt gleichzeitig Entspannung und Ruhe. In Japan sagt man, dass eine Schale Matcha mentale Konzentration, emotionale Stabilität und Gemütsruhe verleiht.


Das EGCG (Epigallocatechingallat) ist ein sehr starkes Antioxidant, das zu einer Untergruppe der Polyphenole zählt. Für die Gesundheit hat es sehr viele positive Eigenschaften, was wissenschaftlich mehrfach untersucht und beaobachtet wurde.

Das Epigallocatechingallat (EGCG) verfügt über eine stark antikarzinogene Wirkung, hat eine positive Wirkung auf den Blutkreislauf und kann wirksam bei Multiple Sklerose (MS) sein. So wird Matcha insbesondere aufgrund seines hohen Catechins Gehalts, welchem eine Krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt wird, hoch geschätzt. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnte man ebenso vorbeugende Wirkungen feststellen wie auch bei Alzheimer oder Entzündungen der Gelenke. Dazu kommt noch der Schutz vor Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilze. Schon eine Tasse Grüntee pro Tag reduziert die Karieshäufigkeit um die Hälfte! Es ist so einfach etwas für seine Gesundheit zu tun, indem man Grünen Tee oder besser Matcha trinkt!

Teegeschirr für Matcha

Um Matcha, das in Japan zur Teezeremonie verwendet wird, zuzubereiten, wird eine besondere Art von Teegeschirr benötigt. Ein typisches Teegeschirr für Matcha besteht aus Matchaschale, Matchabesen, Dosierlöffel und Natsume.

Die Matchaschale (Chawan) spielt die wichtigste Rolle bei einer Teezeremonie. Der Augenblick, in dem der Gast den Matchatee aus der Matchaschale trinkt, gilt in jeder Teezeremonie als der Höhepunkt. Die edle Schale wird auch als Kunstgegenstand hoch geschätzt.

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Zubereitungstipp

Die folgende Anleitung für Usucha richtet sich nicht nach den Regeln der Teezeremonie, sondern nach den Bedürfnissen von Menschen, die gerade erst mit Matcha in Berührung gekommen sind. Ich gebe Ihnen einige Tipps, wie Sie den Tee auch mit wenig Übung schaumig aufschlagen können.

Für die Zubereitung von Matcha eignet sich entweder eine für diesen Tee vorgesehenene Matcha-Schale oder eine andere runde Schale aus Stein oder Keramik von ca. 8 cm Höhe und 12 cm Durchmesser. Um den Tee aufschlagen zu können und die kleinen Bläschen auf der Oberfläche zu erzielen, benötigen Sie einen Chasen (Bambusbesen). Ein Löffel oder Schneebesen ist nicht geeignet.

In der Teezeremonie wird der Matcha mit einem Chashaku (Bambuslöffel) in die Matcha-Schale gegeben. Sie können jedoch auch einen Löffel verwenden, nur aus Metall sollte er nicht sein.
  1. Gießen Sie heißes Wasser in die Matcha-Schale, um sie aufzuwärmen. Stellen Sie den Chasen (Matcha-Besen) in die Schale und lassen Sie ihn ca. 10 Minuten lang einweichen. Dies erleichtert das spätere Aufschlagen des Tees.
  2. Leeren Sie das Wasser aus, trocknen Sie die Schale mit ein Fusselfreien Tuch aus und füllen Sie ca. 3 g (3 Bambuslöffel bzw. 1 kleinen Löffel in Teelöffelgröße) Matchapulver in die Schale. Die genaue Menge kann Ihrem persönlichen Geschmack entsprechend variieren.
  3. Wenn sich kleine Klümpchen im Matchapulver befinden, füllen Sie noch kein heißes Wasser in die Schale, da diese sonst bestehen bleiben könnten. Gießen Sie stattdessen zuerst eine kleine Menge abgekühltes Wasser auf das Pulver.
  4. Vermischen Sie Wasser und Pulver mit dem Chasen (Matcha-Besen) zu einer cremigen Paste. So lösen Sie alle Klümpchen auf und können problemlos einen ebenmäßigen und leckeren Matcha zubereiten.
  5. Gießen Sie heißes Wasser in die Schale. Verwenden Sie 60 ml bis 70 ml Wasser bei einer Temperatur von ca. 80° C. Das Wasser darf niemals kochen bei Matcha und bei anderen Grün-Tee Sorten.
  6. Schlagen Sie den Tee nun mit dem Matcha-Besen auf. Halten Sie dazu den Griff fest in der Hand, während Sie aus dem Handgelenk heraus schnelle, kleine Rührbewegungen machen. Bewegen Sie den Besen so, als würden Sie den Buchstaben "M" und ''O'' vor und rückwärts in die Schale schreiben.
  7. Wenn die Oberfläche des Tees cremig aussieht und von einem Schaum mit vielen kleinen Bläschen bedeckt ist, ist Ihr Matcha servierfertig. Nehmen Sie den Chasen nach einer abschließenden Kreisbewegung langsam aus der Schale, um den Schaum gleichmäßig zu verteilen.
  8. Um den vollen Geschmack des Matcha-Tee zu unterstreichen empfehlen wir Ihnen, vor dem Trinken immer den Mund mit Wasser spülen und eine Meditative Ordnung einzufinden.
Ein erfahrener Teemeister verfügt über die Fertigkeit sehr feinen Schaum erzeugen zu können. Dieser Schaum beeinflusst den Geschmack des Tees günstig, da der eigentlich bittere Geschmack des Tees nämlich so, durch das Aufschäumen mit dem Matchabesen gemildert wird.

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Matcha für die Küche

Zum Kochen wird Matchapulver gerne in Japan verwendet, z.B. in Ocha-Soba (japanische Nudeln), um Saucen zu verfeinern, oder als Dekoration auf fertige Gerichte gestreut. Ein beliebtes Gericht in Kyotanabe (Region Uji) ist zum Beispiel ein Reis-Gratin mit einer Matcha-grünen Béchamelsauce und Tencha-Blättern, die auf den gebackenen Käse gestreut werden.

Wegen seines cremigen und milden Geschmacks kann man Matchapulver aber auch zum verfeinern einer Süßspeise nutzen. Etwa übers Eis gestreut oder auch als köstlich aromatischen Geheimgeschmack einer Torte. Probieren Sie es aus!

Geschmacklich zeigt Matcha die typischen Elemente japanischer Tees, also eine zart grasige bis Bittere Note. Der Aufguss ist kräftig grün. Der Genuss von Matcha ist ein beeindruckendes Erlebnis, das die Geschmacksnerven stimuliert sowie gut für Körper und Geist ist.

Matcha Haltbarkeit & Lagerung

Matcha ungeöffnet ist relativ lange haltbar. Nach dem Öffnen sollte der Matcha gerne innerhalb von 8 Wochen verzehrt werden, um in den Genuss des vollen Aromas zu bleiben. Lagern Sie den Tee möglichst kühl und vor allem sehr trocken weg. Wenn Sie die Dose immer in den Kühlschrank stellen sollten, dann empfehlt es sich in in eine gute Qualitative Gefriertüte einzupacken, so gewähren Sie das keine Feuchtigkeit den Matcha-Tee kontaminiert.


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