Der Säure Basen Haushalt

Der Säure Basen Haushalt
WikiNomads

Säure-Basen-Haushalt ist die allgemeine Bezeichnung für diverse physiologische Regelmechanismen nach dem Prinzip der Homöostase. Sie halten den Ablauf der notwendigen Stoffwechselvorgänge bei einem pH-Wert von 7,4 (±0,05) im Blut aufrecht. Zur Regulierung des Säurebasengleichgewichts tragen die Puffereigenschaften des Blutes und der Gewebe sowie der Gasaustausch in der Lunge und der Ausscheidungsmechanismen der Niere bei. Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers führen zu Azidose (Übersäuerung) oder Alkalose (Untersäuerung) und können sich lebensbedrohlich auswirken.

Buch jetzt kaufen
Der Säure Basen Haushalt wird bestimmt durch chemische Verbindungen, die sauer reagieren und Wasserstoff (H) enthalten, sowie chemische Verbindungen die basisch reagieren und eine Hydroxylgruppe (HO) enthalten. Basen sind chemische Verbindungen, die basisch reagieren und eine Hydroxylgruppe (OH) enthalten. Beide müssen als Wechselspieler im Organismus vorhanden sein, das heißt dass Säuren und Basen immer im Gleichgewicht sein sollten. Treffen ein Säuremolekül und ein Basenmolekül zusammen, entsteht ein neutrales Salzmolekül, das dem Körper nichts mehr anhaben und ausgeschieden werden kann. Chlor ist zum Beispiel ein äußerst saures, aggressives Molekül. In Verbindung mit Natrium (= basisch) entsteht daraus jedoch eine ungefährliche Salzverbindung, nämlich Natriumchlorid.

Schwefel, Phosphor, Chlor, Fluor und Jod sind Saure Mineralien. Basische Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Die basischen Mineralien gehören zu den Entsäuerungsmineralien. Sie sind Bestandteile der natürlichen Kost und müssen in jeder Zelle für wichtige Neutralisierungsvorgänge vorhanden sein. So verändern zum Beispiel Magnesium- und Kalziumverluste die Muskelkontraktionen. Eisenmangel verschlechtert den Sauerstofftransport und behindert die Energieversorgung im Körper.

Buch jetzt kaufen
Kritisch wird es, wenn über einen längeren Zeitraum zu viel an Säuren anfallen, der Körper wird mit diesen überflutet, und ist nicht in der Lage die Säuren schnell genug abzubauen. Die Puffersysteme sind überbeansprucht. Jetzt springen Muskulatur und Knochen als Helfer ein, um die Pufferkapazität im Blut zu erhalten. In diesem Stadium, das man Azidose oder Übersäuerung nennt, treten noch keine klinischen Symptome auf, der ph-Wert des Blutes ist im physiologischen Bereich. Ein konstanter ph-Wert in den Zellen, den Organen und im Blut ist lebensnotwendig. Wenn hier Verschiebungen auftreten, leiden ganze Stoffwechselabläufe, wie z.B. die Struktur des Bindegewebes darunter.

Der Physiologische PH-Wert des Blutes liegt etwa bei 7,4, der Normbereich liegt zwischen 7,36 und 7,44. Wenn der Wert im Blut kleiner als 7,35 ist, spricht man von einer manifesten Azidose, ist er höher als 7,45 so bedeutet dies eine manifeste Alkalose. Beide Zustände sind lebensbedrohlich und müssen sofort intensivmedizinisch behandelt werden. Sind die Pufferkapazitäten des Blutes stark vermindert, jedoch noch keine klinische Symptomatik vorhanden, wird dies als kompensierte klinische Azidose bezeichnet. Der Säureüberschuss kann noch abgefangen werden, jedoch sinkt die Fähigkeit des Körpers, Säureteilchen abzupuffern.

Bei einer Übersäuerung greift der Körper auf die Pufferreserven von Knochen und Muskeln zurück. Dem Knochen wird dann Kalzium entzogen, was zu Osteoporose führen kann. In den Muskeln kommt es zu sogenannten Myogelosen (Muskelhärten).

Buch jetzt kaufen
Ursachen der Übersäuerung sind falsche und einseitige Ernährung. Zu viel Zucker, Alkohol und Übermaß an Tierischen Eiweiß. Auch viele Medikamente verursachen eine Übersäuerung, aber auch Herzschwäche und viele Chronische Krankheiten. Nikotin und Viel Stress verursachen ebenfalls eine Übersäuerung.

In Akuten fällen hilft Bicabonat. Wenn es denn schon so weit kommen musste, so ist es sehr empfehlenswert wenn man an einer anderen Ernährungsweise denkt, und sie dann auch lebt. Wenn man erst Krank geworden ist, so ist es dann schwer wieder ein Gleichgewicht zu finden. Normalerweise sollten wir essen, um unseren Organismus so zu versorgen, damit er gesund und munter leben kann.

Bei der Verdauung und Verstoffwechslung gesunder Nahrung fallen einige wenige unbrauchbare oder auch giftige Stoffe an.  Diese werden von unserem Körper schadlos neutralisiert und ausgeschieden. Eine gesunde Ernährung und Lebensweise wird also nie im Übermass schädliche Stoffe produzieren. Unser Körper bleibt im Gleichgewicht und wir bleiben gesund, jung und leistungsfähig.

Nahrung ist eine Form von Medizin alles andere ist ein riskanter Luxus.
Namaste



https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=JF6JXN8Q3JAX8