Taiko: Die Jahrhunderte alte Tradition des japanischen Trommelns

Taiko: Die Jahrhunderte alte Tradition des japanischen Trommelns
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Taiko (jap.: 太鼓, )"die Große Trommel" ist eine Jahrhunderte älteste und bekannteste japanische Trommeltradition, welche ihren Ursprung im Shintoismus und Buddhismus hat.

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Durch rhythmisches Trommeln in zeremonielen Ritualen sollten die verschiedenen Götter, insbesondere der Sturmgott Susanoo (Wetter) positiv beeinflusst werden.

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Die japanische Trommelkultur

Seit langer Zeit haben Trommeln eine tiefe Beziehung zum Leben der Menschen in Japan. Als in Japan der Buddhismus im 4. bis 6. Jahrhundert aus China importiert wurde, verwendete man in den Tempeln statt Glocken und Gongs nun Trommeln. In Shintoismus wurden mit dem Klang der Trommeln Götter gerufen und Dämonen vertrieben. Ein Shintoist ist der Auffassung, dass in jeder Trommel ein Geist lebt, der immer wieder geweckt werden muss. Im Buddhismus repräsentiert die Ōdaiko die Stimme Buddhas.

Auf dem Land benutzte man dieses machtvolle Trommeln, um bei schwerer Reis-Anpflanzung im Gleichtakt und fließend zu sein oder Fischer gaben damit Signale auf See. Nachts vertrieben die durch Trommeln verursachten Luftschwingungen Insekten, die den Reis befallen wollten. In Siedlungen und Burgen gaben Trommelschläge die Uhrzeit bekannt. Auch zum Warnen vor Unwetter und Überfällen in Dörfer wurden die großen Trommeln immer häufiger verwendet. Ob bei fröhlichen oder traurigen, bei erfreulichen oder unangenehmen, besonderst bei zeremonielen Ritualen und bei Volksfeste (Matsuries)..... immer waren die Trommeln dabei.

Die Trommel ist ein Schlaginstrument, das in der traditionellen japanischen Kunstmusik zwar nicht die Hauptrolle spielt, aber doch unentbehrlich ist. Da ihre moderne Variante über mannigfache Tonfarben verfügt, kann man heutzutage sogar Trommelklang-Harmonien genießen. In jeder Region Japans begegnet man anderen, den lokalen Geschmack widerspiegelnden Klanghöhen und Harmonien. Seit der Renaissance des Taiko in Japan zwischen den ´70ern und ´90ern entstanden dort tausende Taiko-Gruppen.
Die Legende sagt, dass der dumpfe Klang der Trommeln einst die Sonnengöttin betört habe, um Licht und Wärme auf die Erde zurückzubringen.

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Die Kriegstrommeln der Samurai

Bei Ankunft und Abreise der Samurai wurde von Trommelwirbel begleitet. Die bedrohliche Wirkung der Taiko wurde von den Samurai für anstehende Schlachten genutzt. Vor einem Gefecht ließ der Kriegeradel die großen Trommeln schlagen, um den Feind schon im Vorfeld mental akustisch zu zermürben. Ferner dienten die monotonen Klänge auch den eigenen Kriegern, um diese in eine Art Blutrausch zu versetzen und die Gunst der Götter wortwörtlich auf die eigene Seite zu schlagen. Fast parallel zum Einsatz als Kriegs-Trommeln wurden die Taiko auch zunehmend in den japanischen Theatern zur Untermalung der Handlung genutzt.

Schlagtechniken und Grundrhythmen

Mit ihrem durchdringenden Bass und der kraftvollen Art des Spielens berührt sie den Menschen in seinem tiefsten Inneren, inspiriert von dem Pochen des Herzschlages ihres eigenen Körpers. Die Rhythmen erwecken den Puls des Lebens, indem man dieses interessantes Schlaginstrument verwendet und die Seele des Spielers hineinlegt. Durch das Trommeln schafft man den Moment, in dem der menschliche Herzschlag mit dem "Herzschlag der Seele" zusammenfällt, das ist der Klang der Seele und des Herzens. Dabei ist es nicht nur der Rhythmus der Trommeln, sondern auch der teilweise bis zur Erschöpfung gehende Körpereinsatz der Trommler, sowie eine fein abgestimmte athletischen Choreographie, die das Taiko zu einem überwältigenden und atemberaubenden Gesamterlebnis macht. Gespielt werden die Taikos mit Holzstöcken, die in Bezug auf ihr Gewicht und ihre Größe jenseits von Schlagzeug Sticks einzuordnen sind.

Die japanische Trommeltypen

Früher hat man gesagt, dass die Ortsgrenze dort verläuft, wo man die Taiko nicht mehr hören kann. Darum war man bemüht, die Trommeln immer größer und lauter zu bauen. Je größer die Trommeln gefertigt waren, desto dunkler erhallte ihr Klang, der teilweise durchaus auch einschüchternd wirken konnte. Zur Zeit gibt es etwa 12 Sorten von Trommeln, wobei aber unzählige Untergruppen existieren. Bei ihrer Herstellung ist als "Utakuchi", das mit dem Fell bespannte Teil, das wichtigste, da dieses maßgeblich für die Klangbildung ist.

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Ōdaiko

Die große Trommel Ōdaiko (大太鼓) sind in massiver Bauweise fassförmig (nagadō (長胴), tiefer Kessel) oder zylindrisch (hira (), sehr flacher Kessel) gebaut und haben Durchmesser von 1 Meter und mehr. Die größte Nagadō-Ōdaiko steht im Festival Forest Art Museum in Takayama.

Shime-Daiko: "geschnürte Trommeln", die wohl bekanntesten. Es gibt zwar mehrere Arten geschnürter Trommeln, aber im allgemein bezieht sich diese Bezeichnung auf eine kleinere Trommeln, die auf einem Ständer, im Sitzen oder Stehen gespielt wird. Die beiden Felle (Kuhhaut) sind über Stahlringe gespannt und vernäht. Zwei dieser "Deckel" werden mit Seil über einen kleinen Korpus gespannt. Shimes sind sehr massive Trommeln mit hohem Gewicht. Es bedarf einer speziellen Technik und bis zu zwei starken Personen, um eine Shime zu spannen. Shime-Daikos sind durch die Bauart begingt stimmbar. Zur Schonung der Felle und für einen optimalen Klang werden Shimes teilweise vor einem Auftritt oder einer Probe neu gespannt (und hinterher wieder entspannt).

Miya-Daikos: sind fassförmige Trommeln, die traditionell aus einem Baumstamm herausgeschnitzt wurden und aus einem einzigen Stück Holz bestehen. Darauf wird enthaarte Kuhhaut gespannt und mit Nägeln fixiert. Diese Trommeln gibt es in verschiedenen Größen und Proportionen. Die klassische Miya-Daiko ist länglich.

Hira-Daiko: flache Trommel. Hier ist die Länge geringer als der Durchmesser.

Taiko Trommeln offenbaren eine starke Energie die Kraft und Stärke erzeugt, man sagt auch das man stark mit der Erdenergie verbunden ist im Klang der Trommeln. Trommeln stärken ein besonders in der Meditation, beim Sport und bei der Kampfkunst.





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