Laotse und die unsagbare Weisheit des Taoismus

Laotse und die unsagbare Weisheit des Taoismus
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Laotse (chinesisch 老子 ,Lao Tzu) ist ein legendärer chinesischer Philosoph und gilt als Begründer des Taoismus, der im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben soll. Je nach Umschrift wird der Name auch Laozi, Lao-Tse oder Lao-tzu geschrieben.

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Laotse Lehren umfassen das Erleben in und mit der Natur, das Spüren der Anderswelt, das Auffinden der Energiefelder, die uns umgeben und das allumfassende Wissen der Erde und des Himmels. Seine Weisheiten lassen den Himmel auf die Erde holen, da sich in den Lehren des Taoismus das Yin und Yang verbinden und leben lässt.

Sein richtiger Name war Li Er. Es heißt, er habe schon von Geburt an weißes Haar und weiße Augenbrauen gehabt. So wurde er Laotse genannt, was im Chinesischen so viel bedeutet wie „alter, weiser Mann". Schon als kleiner Junge war er sehr intelligent und lernte fleißig. Laotse stammte aus dem Dorf Hu-hsien in Ch'u, der heutigen Provinz Honan und diente wahrscheinlich als Archivar in der Bibliothek am kaiserlichen Hof in China. Als der legendäre Denker den Verfall des Reiches vorhersah, verließ er das Land um in Einsamkeit zu leben. Über sein Leben ist wenig bekannt. Der Legende nach kam es einmal zu einem Zusammentreffen mit seinem kongenialen Zeitgenossen Kungtse (Konfuzius).

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Tao - der Weg des Lebens, der Natur, Ursprung des Universums

Das „Dao De Jing“ (oder auch „Tao Te Ching" genannt) ist eine Sammlung seiner Lehren, die als Gedichte von berauschender Schönheit verfasst sind. Die Botschaft vom Tao, dem allmächtigen Wirkprinzip, fasziniert noch heute Menschen rund um den Globus.

Laotse weist im Dao De Jing darauf hin, dass das Unglück die Voraussetzung für das Glück sei und dass das Glück auch Elemente des Unglücks beinhalte. Anders ausgedrückt, gute und schlechte Dinge seien miteinander austauschbar. Unter bestimmten Bedingungen könne sich Glück in Unglück umwandeln und anders herum. Laut Laotses Ansichten liegt die Kunst, einen Staat zu regieren im Nicht-Tun (Wuwei: absichtsloses Handeln, nicht gegen die Natur der Dinge handeln). Wenn alles mit der Natur im Einklang sei, könnten die Ergebnisse einfach dadurch erreicht werden, dass man dem natürlichen Lauf folge.

Laotse sagt, die Entwicklung der Gesellschaft führe dazu, dass die Menschen immer mehr nach Ruhm und Reichtum streben und aus diesem Grund verlören die Menschen ihr gutartiges Wesen. Man könne den Verfall der gesellschaftlichen Moral daran messen, wie häufig noch so etwas wie Güte, Gerechtigkeit, Respekt den Eltern gegenüber und Treue vorkomme. Wenn jeder gut zu den anderen wäre, die Beamten redlich und rechtschaffen, dann wäre die gute Moral ein Bestandteil des täglichen Lebens und es wäre nicht nötig sie zu fördern.

Um den Menschen die Gelegenheit zu geben, zu ihrer ursprünglichen Natur zurückzukehren, verbreitete Laotse das Tao in einer solch chaotischen Zeit. Mit nur 5.000 Worten lehrte Laotse die Menschen die Bedeutung von Tao, die Beziehung zwischen Tao und der Struktur des Universums und dem Ursprung allen Lebens. Er erklärte auch eine Reihe von Verhaltensweisen, wie man ein guter Mensch sein kann und schließlich zum Ursprung, zum Wahren zurückkehren kann. Seine Ausführungen zu anderen Fragen dienten genau dafür, den Weg für dieses Endziel zu ebnen.

Zitate von Laotse

"Wer andere besiegt, hat Kraft. Wer sich selber besiegt, ist stark."

"Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist erleuchtet."

"Der Weise lebt in der Einfalt und ist ein Beispiel für viele. Er will nicht selber scheinen, darum wird er erleuchtet."

"Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren."

"Die Dinge sind dazu da, dass man sie benutzt, um das Leben zu gewinnen, und nicht, dass man das Leben benutzt, um die Dinge zu gewinnen."

"Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. Nur der Liebende ist mutig, nur der Genügsame ist großzügig, nur der Demütige ist fähig zu herrschen."

"Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe."

"Genug zu haben ist Glück, mehr als genug zu haben ist unheilvoll. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld."

"Reich ist, wer weiß, dass er genug hat."

"Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht."
"Wer andere beherrscht ist stark; wer sich selbst beherrscht ist mächtig."

"Wertvoller Mensch ist streitlos. Streitender Mensch ist wertlos."

"Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut."
"Die Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus."

"Die größte Offenbarung ist die Stille."

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"Alle Dinge haben Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens. Deshalb meidet der Weise Übertreibungen, Maßlosigkeit und Überheblichkeit."

"Nur wer sich in Genügsamkeit genügt, hat stets genug."

"Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz."

"Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich, Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos, Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart, Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig, Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch, Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch, Ordnung ohne Liebe macht kleinlich, Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch, Macht ohne Liebe macht grausam, Ehre ohne Liebe macht hochmütig, Besitz ohne Liebe macht geizig, Glaube ohne Liebe macht fanatisch"

"Das Böse lebt nicht in der Welt der Menschen. Es lebt allein im Menschen."

"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück."

"Das Wissen, das der Beherrschung der Welt dient, entwickelt sich stetig weiter. Aber das Wissen eines Laotse ist eine Weisheit, die heute so gültig ist wie zu seiner Zeit. So gibt es ein Welt-Wissen, das sich im Fortschritt entwickelt und ein Urwissen um das Wesen und seinen Weg, das zeitlos ist."

"Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt."

"Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es."

"Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke."

"Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander. Schwer und Leicht vollenden einander. Lang und Kurz gestalten einander. Stimme und Ton vermählen einander. Vorher und Nachher folgen einander."

"Der Anfang des Seins der Welt heißt die Mutter der Welt."

"Der beste Führer ist der, dessen Existenz gar nicht bemerkt wird, der zweitbeste der, welcher geehrt und gepriesen wird, der nächstbeste der, den man fürchtet und der schlechteste der, den man hasst. Wenn die Arbeit des besten Führers getan ist, sagen die Leute: »Das haben wir selbst getan«."

"Die Belehrung ohne Worte, den Wert des Nicht-Handelns erreichen nur wenige auf Erden."

"Die Wiederkehr ist der Weg des Sinns. Die Sanftheit ist die Wirkung des Sinnes. Alle Dinge dieser Welt entstehen aus dem Sein. Das Sein entsteht aus dem Nichtsein."

"Durch Liebe kann man mutig sein, durch Genügsamkeit kann man weitherzig sein. Wenn man nicht wagt, in der Welt voranzustehen, kann man das Haupt der fertigen Menschen sein."

"Ein Land regiert man nach Regel und Maß, Krieg führt man ohne Regel mit List."

"Gewalt zerbricht an sich selbst."

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"Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern."

"Güte beim Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe, Güte in den Worten erzeugt Wahrheit."

"Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut."

"Je mehr scharfe Waffen im Volk, umso wirrer der Staat."

"Nach Wissen suchen, heißt Tag für Tag dazu gewinnen."

"So sind die guten Menschen die Lehrer der Nichtguten, und die nichtguten Menschen sind der Stoff für die Guten. Wer seine Lehrer nicht werthielte und seinen Stoff nicht liebte, der wäre bei allem Wissen in schwerem Irrtum. Das ist das große Geheimnis."

"Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. […] Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn."

"Wo man nehmen will, muss man geben."




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