Der Ursprung des geheimnisvollen Drachen

Der Ursprung des geheimnisvollen Drachen
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Der Drache ist ein ambivalentes Wesen mit überwiegend positiven Eigenschaften. Er ist ein Regen- und ein Glücksbringer, ein Symbol der Fruchtbarkeit und der kaiserlichen Macht.

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In seiner klassischen Form ist er allen vier Elementen zugehörig: Er kann fliegen, schwimmen, kriechen und Feuer speien. Initiation, spiritueller Reichtum, Bringer von Glück, Reichtum, Befreiung, Entfesselung, Erneuerung, Stärke, Inspiration und Reise.

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In Japan gibt es eine alternative Version der Fünf-Elemente-Lehre, die sich der vier „westlichen“ Elemente „Erde“, „Wasser“, „Feuer“ und „Wind/Luft“ bedient und als Fünftes die „Leere/Äther“ hinzufügt. Diese Form der Fünf-Elemente-Lehre taucht auch in der Tibetischen Medizin auf.

Diese Fünf-Elemente-Lehre wird von Miyamoto Musashi im Gorin no Sho, dem Buch der fünf Ringe verwendet. Sie ist für die japanische Kampfkünste von Bedeutung, vor allem für die Fechtkunst.

Feuerdrachen stehen für Tatendrang, Machtdrang, Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaftlichkeit. Sie unterstützen unsere Fähigkeit, für etwas innerlich zu brennen.

Erddrachen stehen für Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit, sowohl Disziplin, Beschränkung auf das Notwendigste. Sie unterstützten unser Bewusstsein für unseren Körper und die Themen der Nahrung und der Arbeit. Erddrachen standen bei den Druiden für Erdenergien, die beim Bau von Gebäuden oder bei der Errichtung von Kultplätzen konstruktiv genutzt wurden.

Luftdrachen stehen für die Kraft des Verstandes, für die Fähigkeit, Distanz zu den Dingen des Lebens einzunehmen, die Dinge aus einer höheren Perspektive zu sehen, aber auch für Einfallsreichtum, Leichtigkeit, sprühende Ideen.

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Wasserdrachen stehen für die Macht der Gefühle und unterstützen unsere Sehnsucht nach Spiritualität, unsere Phantasie und Kreativität, unsere Fähigkeit, uns einzufühlen in andere Menschen. Sie helfen uns aber auch Illusionen, wenn unsere Sehnsüchte uns Dinge hoffen lassen, die einer Überprüfung des Verstandes nicht standhalten zu erkennen.

Ätherdrachen stehen für das Fünfte Element. Das fünfte Element, auch Quintessenz (von lateinisch quinta essentia „fünftes Seiendes“, das Wesentliche, Hauptsächliche, Wichtigste) war ursprünglich der lateinische Ausdruck für das fünfte Element, das Aristoteles annahm und Äther nannte. Aus ihm sollen die vier antiken Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft entstanden sein. Die einzigartige Kraft dieses Elementes ist es, leblosen Gegenständen Leben einzuhauchen.

Die ältesten sumerischen Darstellungen von Drachen finden sich angeblich auf Rollsiegeln aus der Uruk-Zeit, so sagt man. Sie gehören zu den Mischwesen, die in einer Vielzahl im Bilderrepertoire des alten Orients vertreten sind. Es lassen sich zwei drachenartige Grundtypen identifizieren: Schlangendrachen (Ende des 4. Jahrtausends v. Chr.), die mindestens zum Teil einer Schlange ähneln, und Löwendrachen, die zumeist aus Elementen von Löwen und Vögeln zusammengesetzt sind (Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr.).

Wie alle Mischwesen sind die altorientalischen Drachen weder Götter noch Dämonen, sondern gehören zu einer eigenen Klasse übernatürlicher Wesen, deren Namen und Gestalt auf einen Zusammenhang mit dem Tierreich oder mit den Naturgewalten hinweisen. Sie sind nicht eindeutig negativ besetzt. In der Regel treten die frühen Drachen in Text und Bild als mächtige, manchmal gefährliche, manchmal aber auch beschützende Wesen auf. Die Drachen stehen zunächst in loser Verbindung mit Gottheiten.

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In der Akkad-Zeit werden sie den Göttern als Diener beigesellt, manchmal sind es Rebellen und besiegte Gegner. Auf Siegeln aus der Zeit um 2500 v. Chr. erscheint das Motiv des Drachenkampfes, das aber erst Jahrhunderte später in mythologischen Erzählungen überliefert ist. Als Drachentöter treten in mesopotamischen Texten des späten 3. Jahrtausends zunächst lokale Götter auf. Vereinigt werden die Traditionen um 2100 v. Chr. im Anzu-Mythos: Der Kriegergott Ninurta aus Nippur siegt über den Löwenadler Anzu, der die Schicksalstafeln gestohlen hat, und löst in der Folge Enlil als obersten Gott des sumerisch-akkadischen Pantheons ab. Die Ninurta-Mythologie verbreitete sich im 1. Jahrtausend mit dem Aufstieg des assyrischen Reiches im ganzen Vorderen Orient; als Nimrod fand er Eingang in die biblische Überlieferung.

Während der Anzu-Mythos den Generationswechsel in der Götterhierarchie zum Thema hat, beschreibt ein zweiter orientalischer Typus den Kampf des Wettergottes mit der Urgewalt des Meeres, symbolisiert durch die gehörnte Meeresschlange. Dieses Motiv findet sich im hethitischen Illuyanka-Mythos, der um 1700 v. Chr. entstand, in dem um 1600 v. Chr. niedergeschriebenen ugaritischen Baal-Zyklus und in dem Kampf Marduks, des babylonischen Hauptgottes, gegen die Meeresgottheit Tiamat. Im Gefolge der Tiamat befinden sich wilde Schlangendrachen (ušumgallē nadrūti), die Schlange Basmu und der Drache Mušḫušḫu. Die facettenreichen altorientalischen Mythen schufen ein Bild des Drachen, das bis heute sichtbar ist, denn sie flossen in die Texte des Alten Testaments ein. Der Drache der christlichen Tradition hat im alten Vorderen Orient seinen Ursprung.



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